Bürohunde in Interviews

"Menschen und Tiere sind gemeinsam einfach glücklicher!" Bürohunde bei Purina, ...

"Menschen und Tiere sind gemeinsam einfach glücklicher!" Bürohunde bei Purina, PPA und blackolive

Bürohunde in Interviews
Vorbemerkung: Diese Interviews haben wir geführt bevor die Pandemie in Deutschland angekommen ist. Ich habe mir lange überlegt, ob es angemessen ist, jetzt über ein so leichtes und alltägliches Thema zu bloggen, und dann auch noch teilweise mit so langer Pause zwischen Interview und Veröffentlichung, weil meine Blog-Aktivitäten unter den Corona-Turbulenzen sehr gelitten haben. Ich habe mehrmals in mein Netzwerk hineingehört. Und viele Freunde und Kollegen sagten, dass sie gerade jetzt das Bedürfnis nach etwas Alltag und Normalität haben. Andere begegnen in der aktuellen Situation zum ersten Mal einem Hund im Büro, nämlich in ihrem Home Office, und finden es gut zu sehen, wie es anderen mit Bürohund geht. Deswegen gehen jetzt diese Interviews online, nicht obwohl, sondern gerade weil sie nichts mit Corona zu tun haben. Und jetzt zum eigentlichen Thema:

Warum Bürohunde wichtig und wie gut sie für Menschen und Unternehmenserfolg sind, das war das Thema dieses Experteninterviews: Ein „Wuff“ gegen Burnout! Interview mit M. Beyer, Bundesverband Bürohund e.V. Vier weitere Interviews mit Bürohundehaltern gibt es hier.

Heute stellen wir drei Unternehmen mit Bürohund in Interviews vor.

Interview mit Cathrin Koch, Director Communication Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH

Name des Unternehmens: Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH

Anzahl der Mitarbeiter: ca. 500

Anzahl der Bürohunde: aktuell 36

Bürohunde erlaubt seit 2009

Bürohund Bailey bei Purina

EMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

KOCH: Wir sind der Überzeugung, dass Menschen und Tiere gemeinsam einfach glücklicher sind. Und da die 2-Beiner nun mal recht viel Zeit mit und bei der Arbeit verbringen, haben wir die Initiative Pets at Work ins Leben gerufen. Wir möchten Unternehmen dabei unterstützen, ihre Büros hundefreundlich zu machen. Denn davon profitieren Arbeitnehmer und -geber gleichermaßen: Laut Umfrage würden 70 Prozent der Hundehalter ihren Vierbeiner gern regelmäßig mit zum Job nehmen, wenn es erlaubt wäre, und fast jeder zweite wäre bereit, dafür auf mehr Gehalt zu verzichten (Purina Trendumfrage 2017). Bei der Jobwahl stellt es inzwischen also einen extrem wichtigen Faktor dar, wenn Hunde in Firmen willkommen sind.

Bürohund Emily PURINAEMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

KOCH: Wir merken täglich aufs Neue, welche positiven Effekte die Hunde auf unser Berufsleben ausüben. Sie stärken den Teamspirit, fördern die sozialen Kontakte, erden uns in stressigeren Momenten und halten uns in den Pausen aktiv. Ein Blick in die treuen Knopfaugen reicht, und schon ist das unerfreuliche Telefonat vergessen, die ganze Arbeitsatmosphäre ist eindeutig angenehmer und freundlicher. Mittlerweile haben sich unter den Mitarbeitern feste Hunde-Freundschaften entwickelt – auch über den Büroalltag hinaus: Kollegen übernehmen Wochenend- und Urlaubsdienste und wechseln sich beim Spielen und Gassigehen mittags ab. Einen Arbeitsalltag ohne unsere Vierbeiner können wir uns gar nicht mehr vorstellen

EMPLOYERREPUTATION:  Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

KOCH: Wie in jeder guten Beziehung kann es auch zwischen 2- und 4-Beinern mal knirschen. Da hilft uns das offene Gespräch und der gegenseitige Respekt für die Bedürfnisse der anderen. Wir stellen in regelmäßigen Abständen unsere Hausregeln auf den Prüfstand und passen sie bei Bedarf an. Auch Workshops mit unserem Hundetrainer finden immer wieder statt, um den richtigen Umgang mit und zwischen Hund und Herrchen nicht aus den Augen zu verlieren. Die Kollegen sind immer ganz begeistert und gehen nach solchen Besuchen mit unglaublich vielen praxisnahen Tipps nach Hause.

 Bürohund Emily PURINA Hundesport    Bürohunde Freude Purina  Bürohunde, Frauchen und Herrchen Purina

Zur Person

Koch Interview Purina BürohundCathrin Koch, Director Communication Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH

FELIX, GOURMET, Purina ONE, BENEFUL, BEYOND, Purina PRO PLAN, Purina Adventuros, Purina DentaLife und BONZO sind Marken aus dem Hause PURINA, einem der weltweit führenden Experten für Heimtiernahrung. 18.000 Mitarbeiter an 60 Standorten in 50 Ländern geben täglich ihr Bestes für ein langes, gesundes und glückliches Zusammenleben von Mensch und Tier. Unter dem Leitgedanken „PURINA in Society“ engagiert sich das Unternehmen außerdem für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Belange. So setzt sich PURINA mit Pets at Work zum Beispiel für mehr Hunde am Arbeitsplatz ein.

 

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Interview mit Heimo Saubach von PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH

Name des Unternehmens: PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH

Anzahl der Mitarbeiter: 118

Anzahl der Bürohunde: 19

Bürohund erlaubt seit ca. 2010

Bürohund Mo, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbHEMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

SAUBACH: Der Einstieg in unsere „Bürohunde-Karriere“ war eher zufällig. Unser Senior-Chef hatte einen „senioren“ Hund, den er nicht allein zu Hause lassen wollte. „Ondi“ wurde schnell zum Liebling der Firma und da war die Frage von anderen Hundefreunden naheliegend, ob sie nicht auch ihre Lieblinge mitbringen können. Wir haben es ausprobiert und es hat gut funktioniert, nach allgemeinem Eindruck zur Freude von Zwei- und Vier-Beinern …

Bürohund Kosmo, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH
EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

SAUBACH: Bürohunde strahlen einfach enorm viel positive Energie aus. Dies wirkt sich natürlich auf das persönliche Stressempfinden und der damit verbundenen Produktivität aus. Egal wie stressig der Tag ist, eine Streicheleinheit zwischendrin zaubert einem sofort ein Lächeln ins Gesicht und man kann sich der Arbeit mit einer Portion neuer Motivation weiter widmen.

Bürohund Dakota, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH Bürohund Amy mit Kuscheltier, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH

Es hat jedoch nicht nur im Hinblick auf die Arbeitsatmosphäre und Arbeitsproduktivität eine Auswirkung – durch Bürohunde gewinnen Mitarbeiter auch eine neue Lebensqualität, denn all die privaten Sorgen der Mitarbeiter die einen Hund besitzen wie z.B. „was wenn mein Hundesitter abspringt?“ oder „was wenn ich heute nicht pünktlich Feierabend machen kann, wer lässt dann meinen Hund raus?“ sind einfach weg, denn der Vierbeiner kann einfach auf die Arbeit mit und gemütlich neben oder unter dem Schreibtisch liegen. Bürohunde sind definitiv auf allen Ebenen eine absolute Bereicherung für jedes Unternehmen.

Bürohunde Limmo und Capri, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH struwweliger Bürohund Pebbles, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH
EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

SAUBACH: Ein Unternehmen mit Bürohunden setzt die Mitarbeit, das Einverständnis und den rücksichtsvollen Umgang aller Mitarbeiter voraus. Nur so können wir langfristig einen reibungslosen Alltag mit unseren liebgewonnenen Vierbeinern gewährleisten. Zur Prävention von möglichen Problemen haben wir eine interne Hunderichtlinie konzipiert, die von allen Mitarbeitern – mit und ohne
Bürohund – zu beachten ist. In dieser wird sowohl auf die allgemeinen Verhaltensregeln wie z.B. „Büroräume mit Bürohunden sind bei Abwesenheit deren Besitzer nicht zu betreten“ oder „Hunde sind im Gebäude an der Leine zu führen“, als auch auf den gesundheitlichen Aspekt der Tiere wie z.B. regelmäßige Impfung, Entwurmung und Meldung bei einer ggf. diagnostizierten ansteckenden Erkrankung, hingewiesen. Zudem steht allen Mitarbeitern unsere Hundebeauftragte bei allen Angelegenheiten rund ums Thema Hund, sei es einfach eine Frage der Eingewöhnung oder vielleicht doch ein akutes Problem, zur Verfügung. Wir schätzen es sehr, dass wir bei so vielen Bürohunden, dank dem respektvollen Umgang miteinander, einen absolut entspannten Blick in die Büroräume sowie Flure genießen können.

Das sieht dann so aus..

Bürohunde Limmo und Capri schlafen, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH Bürohund Kosmo ruht, PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbHZur Person

Heimo Saubach ist Geschäftsführer der PPA Gesellschaft für Finanzanalyse und Benchmarks mbH

PPA ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen in Darmstadt für die Digitalisierung und Aufbereitung von Daten aus Unternehmensbilanzen. Unsere 120 hoch qualifizierten Mitarbeiter bearbeiten ca. 170.000 Dokumente pro Jahr und setzen dabei selbst entwickelte Systeme mit spezieller Prozesstechnik und künstlicher Intelligenz ein. Unsere Auftraggeber sind die großen Geschäftsbanken, darunter sechs der zehn größten Banken Deutschlands.

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Interview mit Oliver Schön, blackolive advisors GmbH

Name des Unternehmens: blackolive advisors GmbH

Anzahl der Mitarbeiter: 47

Anzahl der Bürohunde: Eine Hündin (Myu, Französische Bulldogge, 5 Jahre alt)

Bürohund erlaubt seit: Firmengründung 2012

Geschäftsführer tobt mit Bürohund Myu blackolive advisors GmbHEMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

SCHÖN: Zunächst einmal sprach einfach nichts dagegen. Firmenhunde spielen eigentlich eine Rolle seit unserer Gründung 2012. Bei unserer „dienstältesten“ Hündin Myu hatte mich eine Kollegin angesprochen, ob ich damit einverstanden bin. Ich vertraue meinen Kolleginnen und Kollegen und deshalb hatte ich kein Problem damit, das zu testen. Es hat sich dann relativ schnell gezeigt, dass Myu von allen sehr herzlich aufgenommen wurde. Im Verlaufe der vergangenen Jahre kamen dann weitere Bürohunde dazu. Allerdings haben wir aktuell nur Myu jeden Tag bei uns. Wir haben diese Entscheidung nie bereut und sie gehört mittlerweile fest zu unserer Firma.

EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

SCHÖN: Im Fall von Myu läuft das vor allem akustisch ab. Es ist schon bemerkenswert, welche Geräusche sie machen kann. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie mit uns reden möchte. Sie ist einfach ein sehr witziges Tier, das uns immer wieder zum Lachen bringt. Das ist im Alltag durchaus wichtig. Außerdem haben wir auch regelmäßig Kunden und Geschäftspartner im Büro. Und tatsächlich kann es „das Eis brechen“, wenn man Gästen das Büro zeigt und Myu wirft sich vor ihnen auf den Rücken.

EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

SCHÖN: Ich bin sehr froh, dass meine Kollegin ihre Hündin sehr gut erzogen hat. Deshalb gab es in den vergangenen Jahren keine Probleme. Natürlich bellt Myu mal, aber das gehört dazu und stört uns nicht. Ich glaube, das einzige Problem ist, dass die Kolleginnen und Kollegen sie sehr gerne etwas verwöhnen. Wenn jeder seinen eigenen Beutel mit Leckerlies im Büro hat und sie damit füttert, schlägt das auch bei ihr schnell auf die Hüfte. Das Problem haben wir aber mit einer strengen Diät sehr gut in den Griff bekommen.

Zur Person

Oliver Schoen mit Bürohund Myu blackolive advisors GmbH2012 gegründet ist blackolive mittlerweile auf 47 KollegInnen gewachsen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Bürovermietung und das Büroinvestment im Rhein-Main-Gebiet. Auftraggeber werden dabei von der ersten Bestandsanalyse bis zur Vertragsunterschrift betreut. Geschäftsführer und Inhaber Oliver Schön vermittelt seit 1991 Büroimmobilien, arbeitete für Jones Lang LaSalle und BNP Paribas Real Estate. Von 2000 bis 2009 war er außerdem Gründer und Geschäftsführer von Colliers Frankfurt. Nach einer kurzen Auszeit kehrte er 2012 zurück und gründete blackolive. Mit dem Maklerhaus schreibt er seitdem eine Erfolgsgeschichte am Frankfurter Markt.


führung transformation

Führung in Zeiten von Corona. Gastbeitrag von Dr. Thomas Bittner

Führung in Zeiten von Corona. Gastbeitrag von Dr. Bittner

führung transformation

Besondere Zeiten, schwere Zeiten – für alle: Auch für Führungskräfte. Viele Mitarbeiter haben Angst um Ihre Gesundheit (bzw. um die Gesundheit Ihrer Lieben) und um ihren Job. Und vielfach arbeiten sie im Homeoffice – getrennt von Kollegen und Chef.

Also, wie sollten Führungskräfte umgehen mit Angst und Distanz, um den Betrieb am Laufen zu halten?

Wie bessere Führung funktioniert

Zunächst einmal kommt es darauf an, in einer Art und Weise zu führen, die bei den Mitarbeitern Zufriedenheit und Bindung erzeugt und zu hohen Leistungen führt. Wenn man dazu einen Führungsstil benennen will, dann bietet sich vor allem die transformationale Führung an, die von allen Stilen am häufigsten empirisch untersucht wurde und nachweislich zu den besten Ergebnissen führt.[1] In vielen erfolgreichen Unternehmen gehört die transformationale Führung zum Standard, auch wenn sie vielleicht einen anderen, gefälligeren Namen trägt.

Transformationale Führung besteht aus vier Elementen:

  • Vorbildhandeln der Führungskraft: Werte haben, kommunizieren und werteorientiert handeln.
  • Inspirierende Motivation der Mitarbeiter: Sinnstiftung und ein positives Zukunftsbild aufzeigen – die Zukunft ist besser als die Gegenwart.
  • Individuelle Beachtung der Mitarbeiter: Ziele und Bedürfnisse der Mitarbeiter kennen und sie zielgerichtet weiterentwickeln.
  • Geistige Anregung der Mitarbeiter: Bestehendes immer wieder infrage stellen und die Ideen der Mitarbeiter aufgreifen und umsetzen.

Die transformationale Führung ist im Grunde eine Weiterentwicklung und eine sehr gute Ergänzung zur Führung mit Zielen (Management by Objectives; transaktionale Führung) und fokussiert auf die Erhöhung der intrinsischen Motivation, wodurch Bestleistungen erzielt werden.

Die spannende Frage ist nun, welche Antworten diese bewährte Art der Führung auf die aktuellen Herausforderungen hat.

Führung aus der Ferne

Jetzt sitzen also die Mitarbeiter, die vor Kurzem noch im Büro und in Meetings miteinander gearbeitet haben, im Homeoffice. Das haben sie vielleicht schon früher gemacht. Aber Homeoffice gab es dann eher ein- bis zweimal pro Woche, während an den anderen Tagen Büropräsenz angesagt war. Dazu kommt, dass Homeoffice derzeit nicht unbedingt ungestört abläuft, da Kitas und Schulen geschlossen sind.

Konkrete Ziele sind hilfreich

Freilich ist es hilfreich, wenn für die Zeit im Homeoffice konkrete Ziele vereinbart werden: Zeitziele für Projekte oder Mengenziele für abzuarbeitende Aufgaben/ Fälle. Viele Mitarbeiter werden sich den Zielen verpflichtet fühlen und alles daran setzen, sie zu erreichen. Aber das reicht nicht immer aus. Die Mitarbeiter brauchen den zwischenmenschlichen Austausch und die Anerkennung. Sie brauchen eine Idee, wie es weitergeht, und sie wollen sich einbringen.

Führung ist mehr als nur Anweisungen zu geben oder Ergebnisse nachzuhalten

Transformationale Führungskräfte verabreden sich mit ihren Mitarbeitern (alleine und in der Gruppe) zum regelmäßigen Austausch via Skype, Zoom, Adobe Connect, etc. Ton mit Bild ist einem Telefon unbedingt vorzuziehen, denn es ist näher am gewohnten, persönlichen Austausch in der „natürlichen“ Arbeitsumgebung im Büro. So besteht auch eine (kleine) Chance, bestimmte non-verbale Signale in der Kommunikation wahrzunehmen.

Es geht hier nicht um Kontrolle, sondern um Unterstützung: Was braucht der Mitarbeiter noch für die Erledigung seiner Aufgaben, welche Bedürfnisse und persönliche Ziele hat der Mitarbeiter in dieser speziellen Situation, wie kann die Führungskraft den Mitarbeiter unterstützen oder braucht der Mitarbeiter vielleicht einfach mal jemanden, der ihm zuhört (Individuelle Beachtung)?

Und schließlich hilft es, den Mitarbeitern nicht nur Arbeitsaufträge zu geben, sondern mit Ihnen auch zu diskutieren, was besser laufen sollte und was man verändern kann. Hier bieten die o.g. Kommunikationstools (sowie andere Anwendungen) auch Features zur Teamarbeit an, um gemeinsam Ideen zu entwickeln (Geistige Anregung).

Führung gegen den unbekannten Feind

Mit dem Auftreten des nicht greifbaren und noch nicht einmal im täglichen Umgang erkennbaren Virus geht ein hohes Maß an Unsicherheit einher. Unsicherheit ist gerade im Arbeitsleben ein stark aversiver Reiz, den man zu vermeiden sucht. Die Kontrolle über das Geschehen im Hier und Jetzt und in der Zukunft erscheint den meisten Menschen als attraktiv. Der Ansatz der kognizierten Kontrolle[2] unterscheidet drei Stufen derselben.

  • Erklärbarkeit: Warum passieren die Dinge?
  • Vorhersehbarkeit: Was wird als nächstes (mit mir, der Abteilung etc.) passieren?
  • Beeinflussbarkeit: Wie kann ich selbst auf die Veränderung einwirken?

Wer von Kurzarbeit betroffen ist oder mit der Kündigung aufgrund mangelnder Aufträge (im Zusammenhang mit dem Lockdown) rechnen muss, der verspürt die Unsicherheit unmittelbar. Eine Beeinflussbarkeit durch den Einzelnen ist hier nicht mehr gegeben. Auch die Vorhersehbarkeit ist stark eingeschränkt. Allenfalls eine Erklärbarkeit kann angenommen werden. Insofern nimmt das Individuum nur noch eine geringe (Rest-)Kontrolle wahr. Die Folgen von Kontrollverlust sind Wut, Angst, Widerstand, der (erfolglose) Versuch, die Kontrolle zurückzugewinnen, bis hin zu Hilflosigkeit und Resignation.

Was können Führungskräfte tun?

Die wenigsten Führungskräfte werden eine Garantie dafür abgeben können, dass nach dem Lockdown alles so sein wird wie zuvor. Was jedoch für das Individuum in seiner aktuellen Situation relevant ist, ist zu erkennen, warum die Erfüllung der aktuellen Aufgaben sinnvoll ist. Hier hilft es, wenn die Organisation neben einer Vision auch ihre Mission kennt: Warum es also sinnvoll ist, dass es die Organisation gibt oder warum es wichtig ist, dass Mitarbeiter genau ihre augenblicklichen Aufgaben durchführen. Während dies für Ärzte und Pfleger unmittelbar klar ist, kann es für andere Berufsgruppen schon schwieriger sein, die Sinnhaftigkeit des Tuns darzustellen. Dies ist für Führungskräfte eine Herausforderung, mit der sie sich auseinander setzen müssen.

Sinnstiftung in schwierigen Zeiten

Im Grunde genommen geht es darum, den Mitarbeitern aufzuzeigen, warum sie „systemrelevant“ für das Unternehmen sind und die Zukunft des Unternehmens auch von ihrer Leistung abhängt. Das ist Inspirierende Motivation. Und dies gilt es immer und immer wieder darzustellen: „Was ist dein Beitrag, warum ist der Beitrag (für deine Organisationseinheit/ Kollegen/ Unternehmen) wichtig und warum wirst du diesen Beitrag erfolgreich leisten können?“ Hier hilft häufig auch die aktive Erinnerung an frühere Erfolge, weil dies die Selbstwirksamkeit der Mitarbeiter (= Einschätzung, dass ein bestimmtes Verhalten (in Zukunft) erfolgreich ausgeführt werden kann) erhöht. Selbstwirksamkeit und Selbstwert sind zwei zentrale Hebel, die mittels der transformationalen Führung bedient werden und zur intrinsischen Motivation führen.

Das Richtige umsetzen

Gerade in der Krise, die aufgrund der oben beschriebenen Mechanismen von Distanz, Kontrollverlust und Angst zu einer besonderen Herausforderung für alle Beteiligten wird, braucht es Führung. Wer ein diese Führungshinweise berücksichtigt, leistet einen wichtigen Beitrag, die Räder am Laufen zu halten.

Weitere Informationen:

Transformationale Führung, Organomics GmbH

Transformationale Führung, Dr. Thomas Bittner

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[1] Vgl. Riedelbauch, K. (2011). Theorie und Förderung transformationaler Führung: Selbstdarstellungstheoretische Interpretation und Wirksamkeit von Gruppenworkshops und Einzelcoachings. Diss. Universität Bamberg.
[2] Zur Theorie der kognizierten Kontrolle siehe auch: Osnabrügge, G., Stahlberg, D. & Frey, D. (1985). Die Theorie der kognizierten Kontrolle. In D. Frey & M. Irle (Hrsg.), Theorien der Sozialpsychologie. Band III. Motivations- und Informationsverarbeitungstheorien. S. 127-172. Bern.

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Zur Person

Dr. Thomas Bittner, Geschäftsführer der Organomics GmbH
Verlagskaufmann
Studium der BWL in Köln, Paris und Montréal
Promotion im Fach Wirtschafts- und Sozialpsychologie
Stationen in mehreren Beratungsfirmen
Vorstand bei der psychonomics AG in Köln
2011 Gründung der Organomics GmbH, Gesellschaft für organisationspsychologische Beratung
Tätigkeitsschwerpunkte: Mitarbeiterführung, Performance-Management, Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität

„Wer von seinen Mitarbeitern mehr Leistung fordert, der muss auch mehr bieten. Das heißt nicht automatisch mehr Gehalt oder Bonus. Vielmehr gilt es, Arbeitsbedingungen optimal zu gestalten und Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren. Wo ein Unternehmen oder eine Führungskraft hier steht, können wir verlässlich messen. Und wir haben ein effizientes Verfahren entwickelt, wirksame Mitarbeiterführung in die Anwendung zu bringen – für mehr Motivation und folglich mehr Leistung.“

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting

Interview I. Hermreck, Bertelsmann „Wir bereiten uns auf die Zeit nach der Krise vor“

Ferber Personalberatung hilft! Befristete Aktion für systemrelevante Arbeitgeber

HRvsCoronaKrise: Interview mit Katinka Kusch von AdEx Partners


Home Office kids and dogs

HRvsCoronaKrise: Interview mit Katinka Kusch von AdEx Partners

Interview mit Katinka Kusch, Personalleiterin, AdEx Partners

Home Office kids and dogs

Einer der ersten Posts bei LinkedIn zum Thema Home Office und Corona in meiner Timeline kam von Katinka. Das war der Anlass für das Interview. Das Gespräch haben wir bereits am 25.03.2020 geführt, aber EMPLOYERREPUTATION geht wegen der Corona-Situation ein paar Tage nach. Wie AdEx Partners Mitarbeiter im Home Office unterstützt und ob das Recruiting pausiert ist immer noch spannend. Deswegen direkt zur Sache:

EMPLOYERREPUTATION: Danke, Katinka, dass Du Dir Zeit für das Gespräch nimmst!

Was macht AdEx Partners? Wer sind Eure typischen Mitarbeiter?

KATINKA KUSCH: Wir sind eine Unternehmensberatung, die vor 8 Jahren gegründet wurde. Unsere Kernkompetenzen sind Transformationsprojekte v.a. in den Bereichen IT und Digitalisierung, sowie organisatorische Transformationen. Wir haben bisher nur gute Wachstums- und Aufbaujahre erlebt und sind inzwischen auf ein Team von über 120 Mitarbeitern angewachsen.

Der Großteil unserer Mitarbeiter sind Beraterinnen und Berater. Diese sind meist vier Tage pro Woche beim Kunden und einen Tag pro Woche im Home Office. Einige Mitarbeiter in Support-Funktionen wie HR arbeiten grundsätzlich im Home Office. Weil wir als Organisation und ich persönlich schon vor Corona im Home Office waren, habe ich unsere Erfahrung in dem LinkedIn-Post geteilt, der Anlass für das Interview war.

EMPLOYERREPUTATION: Welche Maßnahmen hat das Unternehmen wegen der Pandemie ergriffen?

KATINKA KUSCH: Wir halten unsere Mitarbeiter seit einiger Zeit dazu an, aus dem Home Office heraus zu arbeiten. In der Regel war dies in Abstimmung mit unseren Kunden auch recht früh möglich. Trainings und Konferenzen, sowie interne Meetings und Stammtische wurden abgesagt. Außerdem haben wir eine interne Taskforce gegründet, die sich täglich virtuell trifft. Alle Bereiche des Unternehmens sind vertreten. Wir beraten die Lage und verteilen fast täglich Informationen an die gesamte Organisation, über einen speziell dafür eingerichteten MS TEAMS Kanal (Office 365). Überhaupt, wir kommunizieren mehr und anders, um in dieser außergewöhnlichen Zeit emotional näher zusammenrücken. Der „All-Hands-Call“ findet jetzt wöchentlich statt anstatt monatlich, und bei Calls wird neuerdings meist die Kamera eingeschaltet, um Nähe und Verbundenheit zu fördern. Und wenn dann beim Chef die kleine Tochter durch das Bild läuft, dann macht es die virtuelle Versammlung menschlicher und nahbarer. Stärker als bisher teilen wir aktuell untereinander Fotos vom Home Schooling oder beispielsweise vom Kinder-Zelt in der Garage. Unsere Coaches (wir arbeiten agil, also haben wir keine Vorgesetzten, sondern Coaches) melden sich jetzt noch häufiger bei den Kollegen, um sicher zu gehen, dass wir von jeder Kollegin und jedem Kollegen wissen, wie es ihr/ihm geht.

Bisher haben unsere Kunden noch fast keine Projekte abgesagt. Noch ist das Geschäft also recht stabil. Es ist möglich, dass die Aufträge weiterlaufen, da z.B. Digitalisierungs-Projekte durch Corona an Bedeutung gewinnen. Doch je heftiger die Rezession wird, umso wahrscheinlicher wird ein allgemeiner Sparkurs bei vielen Kunden. Um dieses Risiko einschätzen zu können, führen wir regelmäßig eine interne Umfrage bei den Projektverantwortlichen durch, um rechtzeitig reagieren zu können.

EMPLOYERREPUTATION: Gibt es Verdachtsfälle oder bestätigte Corona-Fälle im Unternehmen? Wenn ja, wie geht Ihr damit um?

KATINKA KUSCH: Da wir zum Glück bisher keine bestätigten Covid 19 Fälle im Unternehmen haben, haben wir die Zeit genutzt, um für den Fall, dass es doch einen von uns trifft, vorzusorgen. Wir haben unsere Notfall-Pläne angepasst: Wer informiert wen in welchem Fall? Was melden wir wie dem Gesundheitsamt? Was tun wir, wenn offiziell eine Quarantäne angeordnet wird? Welche finanziellen Hilfen können wir wann für Mitarbeiter oder für das Unternehmen beantragen? Ganz wichtig: Wir haben die Notfallkontakte aller Mitarbeiter aktualisiert, damit wir wissen, wen wir kontaktieren können, falls sich ein Kollege plötzlich nicht mehr aus dem Home Office melden sollte. Ein Tipp an meine HR Kollegen: Die Notfallkontakte müssen DSGVO konform ihre Einwilligung zur Speicherung ihrer Daten geben, deshalb sollte diese Maßnahme möglichst frühzeitig durchgeführt werden.

EMPLOYERREPUTATION: Werden jetzt noch Mitarbeiter gesucht oder habt Ihr das Recruiting eingestellt?

KATINKA KUSCH: Im Recruiting fahren wir auf Sicht. Wir haben gute Kandidatinnen und Kandidaten in der Pipeline. Mit diesen Menschen halten wir regelmäßig Kontakt. Ansonsten warten wir aktuell ab wie sich unsere Auftragslage in und nach der Krise entwickelt. Wir wollen aber auch diese Zeit nutzen, um für die Zeit nach der Krise noch besser aufgestellt zu sein und schauen uns bewusst weiter nach den Top Kandidaten um, die wir weiterhin für AdEx gewinnen wollen.

EMPLOYERREPUTATION: Auch bei Euch sind Mitarbeiter als Eltern von der Schließung von Schulen, Kindergärten und Kitas betroffen. Wie geht Ihr damit um?

KATINKA KUSCH: Uns ist es wichtig, unsere Mitarbeiter in dieser belastenden Zeit zu unterstützen. Deshalb haben wir Unterstützung über die gesetzlichen Vorgaben hinaus angeboten.

Mit Beginn der Schul- und Kitaschließungen haben wir unseren Mitarbeitern gesagt: „Investiert so viel Zeit wie ihr braucht.“ Damit das transparent funktioniert, haben wir eine eigene Projektkontierungsnummer dafür eingerichtet. Beraterinnen und Berater können sich ihren Kindern widmen, und wenn dafür Zeit eingesetzt wird, die normalerweise Arbeitszeit wäre, dann wird diese auf diese Projektnummer gebucht. Darüber hinaus haben wir angeboten, die Kosten für zusätzliche Kinderbetreuung zu übernehmen. Die Realität hat uns allerdings gelehrt, dass sich kaum jemand aktuell eine neue Betreuungsmöglichkeit für die Kids organisieren kann.

Wir sind jetzt in der zweiten Woche. Die meisten Kolleginnen und Kollegen arrangieren sich. Sie finden doch irgendwie die Zeit zum Arbeiten. Oder sie arbeiten mit dem Kinderlärm im Hintergrund. Irgendwie schaffen es noch die meisten, alles in den Tag zu zwängen. Dieses außergewöhnliche Engagement und die Flexibilität unserer Mitarbeiter beeindruckt mich sehr und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle herzlich bei den Kolleginnen und Kollegen dafür zu bedanken.
Wir alle hoffen, dass wir möglichst bald wieder zu „normalen“ Abläufen zurückkehren können, denn die Situation wird für alle Mitarbeiter zunehmend belastender, je länger sich der Shutdown hinzieht.

 

Vielen Dank, liebe Katinka, für das Gespräch!

 

Zur Person

Katinka Kusch AdEx Partner Home OfficeAdEx Partners:

AdEx Partners wurde aus dem Antrieb gegründet, komplexe Transformationsprojekte erfolgreich zu machen und dabei Unternehmensberatung anders zu leben: Den Kunden wirklich verstehen und dann deren Probleme nachhaltig lösen – unabhängig, ehrlich und verlässlich, als neutraler und langfristiger Partner. Der Erfolg gibt uns recht: Mittlerweile wurden wir mehrfach mit Auszeichnungen wie dem ‚Hidden Champion Award‘ sowie dem ‘Great Place to Work Award‘ prämiert. AdEx Partners beschäftigt mehr als 120 Mitarbeiter und die Hälfte der DAX-Unternehmen profitieren von unseren Leistungen.

Katinka Kusch:

Katinka Kusch war als HR Business Partner für SAP tätig, bevor sie sich 2016 entschied, zur Unternehmensberatung AdEx Partners zu wechseln. Im Einklang mit dem Geschäftserfolg von AdEx Partners ist auch die Anzahl der Mitarbeiter*innen rasant angestiegen. Katinka baute Strukturen und Prozesse für die Personalarbeit, sowie ein HR Team auf. Als Personalleiterin ist sie Ansprechpartnerin für Führungskräfte und Mitarbeiter in Personalfragen und verantwortet u.a. die Bereiche Personalentwicklung, Projektstaffing und HR Operations. Ihr Team arbeitet komplett virtuell und wie sie selbst z.T. aus dem Home-Office. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern (5 und 8) in Duisburg.

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting

Interview I. Hermreck, Bertelsmann „Wir bereiten uns auf die Zeit nach der Krise vor“

Ferber Personalberatung hilft! Befristete Aktion für systemrelevante Arbeitgeber


Ferber Personalberatung hilft

Ferber Personalberatung hilft! Befristete Aktion für systemrelevante Arbeitgeber

Ferber Personalberatung hilft! Befristete Aktion für systemrelevante Arbeitgeber

Ferber Personalberatung hilft

Während viele Unternehmen Kurzarbeit anmelden und Personalabbau befürchten, ächzen andere unter der Arbeitslast und wissen nicht, wie sie den zusätzlichen Personalbedarf decken können. Hier hilft Ferber Personalberatung pro bono: Wenn Sie ein Arbeitgeber sind, der systemrelevante Mitarbeiter sucht, dann helfen wir Ihnen und verzichten auf unser Honorar.

Methode: Recruiting-Kampagne

Wir sind der Meinung, dass man in der aktuellen Krise insbesondere systemrelevante Mitarbeiter nicht abwerben sollte (s. auch unser Blogartikel #HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!). Wir glauben auch, dass Menschen, die gerade mit der Behandlung von Corona-Patienten oder mit der Entwicklung eines Impfstoffs befasst sind, nicht an ihren nächsten Job denken können. Aber diejenigen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, die denken sehr wohl an ihren nächsten Job. Und diese Fach- und Führungskräfte können wir für Sie mit einer gezielten Kampagne erreichen. In einer Recruiting-Kampagne  zeigen wir mit der Storytelling-Methode Ihre Persönlichkeit als Arbeitgeber. Wir bieten einen ehrlichen, emotionalen Einblick in Ihr Unternehmen, mit empathischer Sprache und individuellem Online-Auftritt. So gewinnen wir die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Sie.

Mit einer Recruiting-Kampagne können wir zusätzlich Zielgruppen wie Rentnerinnen und Rentner oder Menschen in Elternzeit ansprechen, insbesondere wenn es primär darum geht, eine akute Spitze abzufedern.

Wenn Sie Entlastung im Bewerbermanagement und in der Personalauswahl benötigen, helfen wir auch.

Wirklich kostenlos?

Ferber Personalberatung verzichtet auf das Honorar. Das bedeutet, dass Analyse, Kampagnen-Konzept, Texte kostenlos sind. Falls kurzfristig Beratung zur Candidate Experience notwendig ist, um die aktuelle Situation zu überstehen, ist diese ebenfalls kostenlos. Auch Bewerbermanagement und Personalauswahl, übernehmen wir pro bono.

Kosten für Werbebudget, Stellenanzeigen und die Erstellung von Medien könnten ggf. anfallen – oder auch nicht, denn gerade Jobbörsen bieten teilweise kostenlose Stellenanzeigen für systemrelevante Berufe an. Teil unseres pro-bono-Konzepts ist eine Empfehlung, welche Werbekanäle und aktuellen Corona-Angebote Sie nutzen sollten.

Für wen gilt das Hilfsangebot?

Wir wollen da helfen, wo es jetzt in der Krise brennt, also in der Pflege, in Kliniken, in der Produktion von Beatmungsgeräten, im Import von Schutzkleidung, in der Entwicklung von Impfstoffen, in der Rückholung von deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus dem Ausland… Erklären Sie uns einfach, warum Sie Menschen für eine systemrelevante Aufgabe suchen.

Dieses Angebot gilt vorläufig bis zum 30.04.2020 und „nur so lange der Vorrat reicht“, denn wir können nur eine begrenzte Anzahl von Kampagnen parallel betreuen. Wenn Sie mehr erfahren wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: info@ferber-personalberatung.de oder 0173-2771017

Bleiben Sie gesund, bleiben Sie zu Hause, bleiben Sie allein!

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting

Interview I. Hermreck, Bertelsmann „Wir bereiten uns auf die Zeit nach der Krise vor“


Home Office Wir bereiten uns jetzt auf die Zeit nach der Krise vor

Interview I. Hermreck, Bertelsmann „Wir bereiten uns auf die Zeit nach der Krise vor“

Interview mit Immanuel Hermreck, Personalvorstand von Bertelsmann

Home Office Wir bereiten uns jetzt auf die Zeit nach der Krise vor

„Wir bereiten uns jetzt auf die Zeit nach der Krise vor“

Gütersloh. Dass besondere Zeiten nach besonderen Maßnahmen verlangen, gilt unter dem Eindruck der Corona-Krise für alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, ja, des Lebens allgemein. Und es gilt für die weltweite Personalarbeit bei Bertelsmann. Beinahe rund um die Uhr – und rund um den Globus im engen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in aller Welt – entwickelt das HR-Team unter der Leitung von Immanuel Hermreck Ideen, Modelle und Maßnahmen, um der Krise zu begegnen und ihre Auswirkungen auf die Menschen bei Bertelsmann bestmöglich abzufedern. Darüber spricht der Personalvorstand im Interview im Bertelsmann-Intranet (Zweitveröffentlichung auf EMPLOYERREPUTATION autorisiert).

Herr Hermreck, die Welt hat in den Krisenmodus geschaltet – und Bertelsmann mit ihr. Wie sehen Sie unser Unternehmen in dieser Zeit?

Immanuel Hermreck: Bertelsmann macht mich einmal mehr sehr stolz. Seit Ende Januar, seit dem Corona-Ausbruch in China, läuft das Krisenmanagement auf Hochtouren. Wir haben überall schnell, entschlossen und angemessen reagiert. In den vergangenen Wochen, als sich die Epidemie endgültig zur weltweiten Pandemie auswuchs, und als klar wurde, dass sie auch uns wirtschaftlich massiv herausfordern würde, haben wir im Vorstand intensiv daran gearbeitet, die Liquidität von Bertelsmann zu sichern. Das ist uns durch ein Bündel von Instrumenten gelungen. Unser CEO hat aber auch davon gesprochen, dass gleichwohl eine von Unsicherheiten geprägte Zeit vor uns allen liegt. Hier ist die Personalarbeit gefordert. Wir müssen die Menschen bei Bertelsmann durch diese Zeit der Unsicherheit lotsen, sie motivieren, und Bertelsmann so in die bestmögliche Startposition für die Zeit nach der Krise bringen. Denn die wird kommen.

Wie kann die weltweite Personalarbeit das erreichen?

Immanuel Hermreck: Die HR-Community von Bertelsmann steht vor drei zentralen Aufgaben: Aus unserem eigenen Anspruch heraus ist es unsere erste Pflicht, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen ihrer Arbeit nachgehen können, ohne sich dabei gesundheitlich in Gefahr zu begeben. Das hat Vorrang vor allem anderen. Aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus leisten wir durch zahlreiche Präventionsund Schutzmaßnahmen einen Beitrag zur Verlangsamung der Corona-Ausbreitung. Und aus unserer unternehmerischen Grundhaltung heraus helfen wir, Prozesse und Produktion bei Bertelsmann aufrechtzuerhalten, was mit Blick auf unsere Medien, die gerade jetzt als verlässliche Informations- und Unterhaltungsquellen eine so wichtige Rolle spielen, einen zusätzlichen gesellschaftspolitischen Aspekt hat. Ich bin wirklich stolz darauf, wie gut das klappt, und ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz und das Vertrauen, das sie Bertelsmann entgegenbringen – egal ob im Homeoffice, im Büro oder in den Betrieben, wo die Einhaltung des gebotenen Sicherheitsabstands zum eigenen Ansteckungsschutz eine besondere Herausforderung darstellt.

Welchen Beitrag leistet die Personalarbeit, um die Corona-Auswirkungen für das Unternehmen Bertelsmann und seine Betriebe zu begrenzen?

Immanuel Hermreck: Die Corona-Pandemie überrollt jedes Geschäft unseres Konzerns, weltweit und in allen Unternehmensbereichen. Erst traf es unsere Firmen in China, dann in Italien, in Spanien, in ganz Europa, und mittlerweile ist es überall. Niemand war auf eine solche Entwicklung vorbereitet, deren ganzes Ausmaß wir immer noch nicht absehen können. Wenn wir von einem Tag auf den anderen nicht mehr reisen können, uns nicht mehr in Konferenzen treffen, eingespielte Schichtmodelle anpassen oder ins Homeoffice umziehen, dann stellt das eine Jahrzehnte alte Arbeitswelt auf den Kopf. In dieser Situation leistet die weltweite HR-Community einen wichtigen Beitrag, indem sie mit ihren Empfehlungen die Richtung für den Schutz von Unternehmen und Beschäftigten vorgibt. Wir geben Orientierung und Sicherheit. Aber wir helfen auch konkret: mit Pandemieplänen und Prävention, mit Schutzmasken und Desinfektionsmitteln und nicht zuletzt mit unserem Betriebsärztlichen Dienst, der zusammen mit der Konzernsicherheit eine ungemein wertvolle Arbeit leistet. Für den Einsatz von Betriebsarzt Sebastian Köhne, seinem Team und allen Pandemiehelfern bei Bertelsmann möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. Sie machen einen tollen Job für uns alle. Wo es zu Krankheitsfällen in den Betrieben kam, liefen die Maßnahmen wie nach Lehrbuch.

Und was kann HR tun, um die Folgen der Epidemie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
abzumildern?

Immanuel Hermreck: Um zunächst die Verbreitung des Virus unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst einzudämmen, hat der Krisenstab unter der Leitung von Martin Kewitsch (Executive Vice President HR Coordination & Shared Services bei Bertelsmann SE & Co. KGaA), der diese Aufgabe seit Wochen mit Überblick und Augenmaß wahrnimmt, eine Vielzahl medizinisch gebotener Schutzmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehörten neben der genannten Verteilung von Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln frühzeitige Reisewarnungen, die dann in ein Reiseverbot mündeten, genauso wie der Umstieg von persönlichen Konferenzen auf Telefon- oder Video-Calls und die Anordnung von Homeoffice. Mit all dem haben wir Schritt für Schritt schon im Januar begonnen, als die Epidemie bei unseren Kolleginnen und Kollegen in China ausbrach. Alles in allem haben diese Maßnahmen dazu geführt, dass wir unter den 120.000 Beschäftigten noch immer verhältnismäßig wenige bestätigte Corona-Infektionen zählen.

Gegen eine Ausbreitung des Virus soll auch das von Ihnen erwähnte flächendeckende Homeoffice einen Beitrag leisten. Wie haben sie diesen Schritt bewältigt?

Immanuel Hermreck: Die Entscheidung des Vorstands über den Wechsel ins Homeoffice am 16. März war richtig, sie umzusetzen nicht einfach. Im Corporate Center beispielsweise waren zumindest die technischen Voraussetzungen dafür gegeben, dies war jedoch nicht überall der Fall. In gerade einmal eineinhalb Stunden haben wir die Rahmenbedingungen mit dem Betriebsrat ausgehandelt. Die Flexibilität beider Seiten in diesen Verhandlungen war enorm. Nur so konnten wir schnell handeln. Nur so konnten wir aber auch die Arbeitsfähigkeit des Corporate Center sicherstellen. In letzter Konsequenz sind wir über Nacht auf Vertrauensarbeitszeit umgestiegen. Das Unternehmen bringt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier ein Höchstmaß an Vertrauen entgegen – und wir wissen, dass sie alles tun werden, um dem gerecht zu werden. Von den gängigen Vorurteilen, dass Homeoffice eine andere Form von Urlaub wäre, hört man jedenfalls nichts mehr. Im Gegenteil: Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten gerade wegen der Krise fast rund um die Uhr. Doch egal ob zuhause oder im Büro: Es geht. Es funktioniert. Man muss es nur wollen und sich darauf einlassen. Und wer nicht gern zuhause arbeitet, freut sich auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Auch nicht schlecht.

Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ja gerade auch ihr Privatleben neu organisieren…

Immanuel Hermreck: Sie sprechen Themen wie Kinderbetreuung oder Pflege an. Hier übernehmen wir als Personalleiter vielfältig Verantwortung und sprechen Empfehlungen an unsere Unternehmen aus, von denen viele vor Ort umgesetzt werden. Unter Hochdruck haben wir einen vierstufigen Plan aufgestellt, um Eltern zu helfen. Wir bitten Eltern zunächst, und sei es nur stundenweise, eine Betreuung für ihre Kinder zu suchen. Geht das nicht, bieten wir ihnen Homeoffice, flexible Arbeitszeitmodelle und den Tausch von Schichten an. Lässt sich wegen der Kinderbetreuung ein Arbeitsausfall nicht vermeiden, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einvernehmlich von Arbeitszeitkonten oder dem Abbau von Überstunden Gebrauch machen. Wenn selbst das nicht reicht, empfiehlt Bertelsmann, den Mitarbeitern entgegenzukommen, wenn sie selbst Urlaubstage für die Kinderbetreuung einsetzen.

Inzwischen werden durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise, durch
wegfallende Aufträge und Aufgaben, auch Themen wie Kurzarbeit für Bertelsmann akut.

Immanuel Hermreck: Das ist leider richtig, auch wenn wir in der Tat die ökonomischen Folgen der Krise für Bertelsmann derzeit nicht beziffern können. Zwar kann Kurzarbeit nur in jedem einzelnen Unternehmen individuell beantragt werden, weil sie nun einmal von Auftragslage und Arbeitsmenge abhängt – und die differiert zwischen Branchen und Bereichen gerade sehr stark. Gibt es jedoch nicht mehr genug Arbeit für alle, kann sie ein sehr gutes Mittel sein, um Entlassungen zu verhindern und andere Härten aufzufangen. Und genau das ist unser oberstes Ziel: Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter in dieser Zeit einen sicheren Arbeitsplatz bei Bertelsmann haben. Denn wir alle haben derzeit mit dem Schutz unserer Gesundheit oder der unserer Familien schon genug Sorgen. Daher werden wir übrigens dort, wo Kurzarbeit eingeführt wird, ein besonderes Augenmerk auf Beschäftigte mit geringen Einkommen richten, wenn es um die Höhe der Aufstockung durch das Unternehmen geht.

… und nicht nur Kurzarbeit wäre eine Antwort auf die Krise?

Immanuel Hermreck: Es ist eine Möglichkeit von vielen, die in einigen unserer Unternehmen auch schon angewendet wird. Ich freue mich übrigens, dass Betriebe in Ländern außerhalb Deutschlands einen ähnlichen Weg im Sinne ihrer Beschäftigten gehen. Aber wir haben auch andere Modelle entwickelt. So wird beispielsweise die Auszahlung mehrjähriger Boni- und Gehaltsbestandteile von Führungskräften, die jetzt fällig wäre, über mehrere Monate in die zweite Jahreshälfte hinein verschoben. Das wünschen wir uns auch für die Gewinn- und Erfolgsbeteiligung und verhandeln darüber mit dem Konzernbetriebsrat. Weltweit wurden bei Bertelsmann für das Geschäftsjahr 2019 fast 100 Millionen Euro für Ansprüche aus Gewinnbeteiligungsmodellen errechnet. Wir werden die Gewinnbeteiligung in der zugesagten Höhe auszahlen. Das sichern wir genauso zu wie die Auszahlung der Boni 2019 und die grundsätzliche Weitergabe der vereinbarten Tariferhöhung zum 1. April. Wir möchten aber auch die Ausschüttung der Gewinnbeteiligung in den September verschieben und damit einen Beitrag zur Sicherung der Liquidität von Bertelsmann in den kommenden Monaten leisten. Denn wir reden von einer Phase, die es zu überbrücken gilt, nicht von einer Ewigkeit. Ich weiß, dass wir vielen jetzt vieles abverlangen – aber wir wollen jeden einzelnen und Bertelsmann insgesamt sicher durch die Krise bringen. Und hier danke ich zum einen den Betriebsräten, zum anderen den Mitarbeitern, dass sie uns so große Flexibilität entgegenbringen.

Was erwarten Sie denn von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Immanuel Hermreck: Dass sie sich bitte auf die neue Lage einlassen und mitziehen: Egal ob man erstmals aus dem Homeoffice heraus arbeiten, in den Industriebetrieben den Abstand wahren, Überstunden abbauen oder ein paar Urlaubstage anders als geplant einsetzen muss. Um diese Krise gemeinsam zu überstehen, sind guter Wille und gesunder Pragmatismus notwendig. Auch appelliere ich an alle, deren Arbeitsbelastung in den nächsten Wochen vielleicht sinken wird, die neuen Freiräume fair und flexibel zu nutzen – beispielsweise durch persönliche Weiterbildung. Wir haben vor zwei Wochen eine interne Bildungsoffensive bei Bertelsmann gestartet. Auf unsere Beschäftigten warten Hunderte geeigneter Onlinekurse. Viele haben dieses Angebot schon angenommen, worüber ich mich sehr freue. Weiterbildung bringt jeden Einzelnen und Bertelsmann insgesamt in eine bessere Ausgangsposition für die Zeit nach Corona. Und natürlich bitte ich alle Kolleginnen und Kollegen darum, dass sie sich, ihre Familien und ihr Arbeitsumfeld bestmöglich vor Ansteckungen schützen. Das ist das Allerwichtigste, auch mit Blick auf unsere Zukunft.

Stichwort Zukunft – glauben Sie, dass die Corona-Krise die Arbeitswelt bei Bertelsmann nachhaltig verändern wird?

Immanuel Hermreck: Vieles wird sich dauerhaft ändern. Die Offenheit für das Homeoffice beispielsweise ist jetzt da. Wenn es in den kommenden Wochen funktioniert, wird niemand es mehr in Frage stellen können. Aber bevor das jetzt zu einseitig klingt: Wenn ich hier manchmal mutterseelenallein mit den anderen Vorständen im Corporate Center sitze, ist das nicht einfach nur einsam – ich vermisse meine Kolleginnen und Kollegen, mein Team, das Treiben um mich herum so richtig. Ich vermisse ehrlich gesagt auch die Dienstreisen, die Chance, mich mit Kolleginnen und Kollegen weltweit persönlich zu treffen. Gut, Dienstreisen wird es wieder geben, aber nicht in dem Ausmaß wie früher. Wenn Telefon- und Videokonferenzen sie jetzt so effizient ersetzen können, warum dann nicht auch nach der Pandemie? Zumal die Auswirkungen auf unseren CO2-Austoß enorm positiv wären. Trotz der aktuellen Krise und den damit einhergehenden Veränderungen blicken meine Vorstandskollegen und ich der kommenden Zeit also durchaus auch positiv gestimmt entgehen.

Gibt es eigentlich Momente, in denen sich der Umgang miteinander bei Bertelsmann als ganz besonders tragfähig erweist?

Immanuel Hermreck: Gerade jetzt zeigt sich, wie gut das konstruktive Miteinander bei Bertelsmann funktioniert und wie wichtig es ist. Die unbürokratischen Entscheidungswege, die Schnelligkeit und die Flexibilität – das alles ist nur möglich, weil wir einen partnerschaftlichen Umgang pflegen. Und weil wir wissen, dass wir das Doppelziel Schutz der Mitarbeiter und Schutz des Unternehmens nur zusammen erreichen. Es gibt weitere richtig schöne Signale dafür, wie Bertelsmann gerade zusammensteht: Wenn sich die HRCommunity wie andere Communitys bei Bertelsmann auch weltweit vernetzt und gegenseitig über die Lage und den Bedarf an Standorten auf allen Kontinenten austauscht. Oder auch ganz konkret, wenn das Corporate Center im Februar 10.000 Atemschutzmasken aus Gütersloh zu den Kollegen nach China schickt, und diese wenige Wochen später, kaum dass bei ihnen die Pandemie abflaut, 10.000 Stück von Peking auf den Weg nach Gütersloh bringen, die wir an unsere Firmen unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich und Kroatien weitergeben können. Das ist Bertelsmann. So arbeiten wir – gestern, heute und in Zukunft. Und daraus entsteht ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil, auf den wir bauen können, wenn wir nach der Krise wieder durchstarten.

Quelle: Bertelsmann-Intranet, Veröffentlichung auf EMPLOYERREPUTATION autorisiert

Zur Person

Immanuel Hermreck_Bertelsmann Wir bereiten uns jetzt auf die Zeit nach der Krise vorImmanuel Hermreck ist der Personalvorstand von Bertelsmann

weitere Informationen und derLebenslauf finden sich hier

 

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting


Bürohund wedelt

"Wo gewedelt wird, da rücken die Menschen zusammen!" Nestlé, HRpepper,...

"Wo gewedelt wird, da rücken die Menschen zusammen!" Bürohunde bei Nestlé, HRpepper, Graumann und newsaktuell

Bürohund wedelt
Vorbemerkung: Diese Interviews haben wir geführt bevor die Pandemie in Deutschland angekommen ist. Ich habe mir lange überlegt, ob es angemessen ist, jetzt über ein so leichtes und alltägliches Thema zu bloggen, habe auch in mein Netzwerk hineingehört. Und viele Freunde und Kollegen sagten, dass sie gerade jetzt das Bedürfnis nach etwas Alltag und Normalität haben. Andere begegnen in der aktuellen Situation zum ersten Mal einem Hund im Büro, nämlich in ihrem Home Office, und finden es gut zu sehen, wie es anderen mit Bürohund geht. Deswegen gehen jetzt diese Interviews online, nicht obwohl, sondern gerade weil sie nichts mit Corona zu tun haben. Und jetzt zum eigentlichen Thema:

Warum Bürohunde wichtig und wie gut sie für Menschen und Unternehmenserfolg sind, das war das Thema dieses Experteninterviews: Ein „Wuff“ gegen Burnout! Interview mit M. Beyer, Bundesverband Bürohund e.V.

Heute stellen wir vier Unternehmen mit Bürohund in Interviews vor. Die Firmen gehen das Thema teilweise sehr unterschiedlich an, aber sie sind alle glücklich mit ihren Tieren.

Ach ja, bevor wir zu den Interviews kommen: Tatsächlich haben sich so viele Arbeitgeber mit Hund bei uns gemeldet, dass wir die Serie erweitert haben. Nächste Woche trefft Ihr hier noch drei Organisationen mit Bürohund im Interview („Menschen und Tiere sind gemeinsam einfach glücklicher!“ Bürohunde bei Purina, …).

Interview mit Dr. Virginia Bastian, Nestlé Human Resources Group Manager, Nestlé Deutschland AG

Name des Unternehmens: Nestlé Deutschland AG

Anzahl der Mitarbeiter: 10.000 in Deutschland, 1.000 am Standort Frankfurt, 800 in dem Bürogebäude, welches Hunde erlaubt

Anzahl der Bürohunde: 25

Bürohund erlaubt seit 2018, zunächst als Pilot für ein halbes Jahr, dann dauerhaft

Bürohund wedelt
EMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

BASTIAN: Wir sind der zweitgrößte Hersteller von Hunde- und Katzennahrung. Ganz grundsätzlich halten wir Haustiere für sehr wertvoll, und wir sind überzeugt, dass Mensch und Tier gemeinsam am glücklichsten sind. Aus persönlicher Erfahrung und aus wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass Bürohunde gut sind für Work-Life-Balance (allein schon weil man keine Unterbringung für den Hund organisieren muss), Resilienz und Unternehmensklima. Und das bestätigt sich jeden Tag. Beispielsweise hat mich ein Vorstandskollege nach einem schwierigen Meeting kürzlich mit den positiven Worten verabschiedet: „Wenn der Hund nicht da gewesen wäre, dann wäre der Tonfall wahrscheinlich ein anderer gewesen!“

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EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

BASTIAN: Wo soll ich da anfangen? Ich denke, besonders wichtig sind die freundlichen Gesprächsanlässe. Das erlebe ich auch persönlich. Wenn ich meinen Hund dabei habe, dann besuchen mich Kollegen, die sonst zurückhaltend sind und nicht einfach ein Schwätzchen mit der Personalleitung halten. Da heißt es dann „Darf ich `mal streicheln?“ und schon ist das Eis gebrochen. Kaum eine andere Begegnung im Büro bewirkt so entspannt und unkompliziert, dass eventuelle Antipathien, Konflikte oder übermäßiger Respekt vor Hierarchien überwunden werden.

Kurz: Wo gewedelt wird, da rücken die Menschen zusammen!

EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

BASTIAN: Nach dem Start gab es zum Glück keine Schwierigkeiten. Ich denke, wir haben die Probleme gelöst bevor wir Bürohunde zugelassen haben, und zwar auf Basis von Dialog und Rücksichtnahme. Wir sind sehr systematisch vorgegangen und haben uns viele Fragen gestellt: Was ist mit Hygiene? Was passiert bei Unfällen mit Hund? Gibt es Rassen, die nicht bürotauglich sind? Dann haben wir Antworten gefunden, die konsensfähig waren. Beispielsweise ist eine Hundehaftpflicht verpflichtend, und es gibt No-Go-Areas wie Kantine, Cafeteria, Büros von Allergikern. Bevor der erste Bürohund kam, haben wir dann sehr ordentlich aufgeklärt.

Auch die Halter von Bürohunden haben wir vom ersten Tag an nicht allein gelassen. Alle besuchen ein Training bei einem Hundetrainer, der auf Bürohunde spezialisiert ist. Der Trainer prüft u.a., ob der Hund sich in der Büroumgebung wohl fühlt und hilft bei unerwarteten Praxisfragen, z.B.: „Wie komme ich mit dem Hund durch das Drehkreuz?“

Dialog und Rücksichtnahme als Basis bedeutete für uns auch, dass wir in der Vorbereitung besonders die Menschen einbezogen haben, die Bürohunden sehr kritisch gegenüber standen. Gerade die Sorgen und Bedenken dieser Mitarbeiter haben wir gehört und berücksichtigt. Es gab da beispielsweise eine sehr hundeängstliche Kollegin die nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit mit Kündigung gedroht hat, denn ein Bürohund fühlte sich für sie absolut unerträglich an. Das Ergebnis des Dialogs ist fantastisch: Diese Kollegin ist mittlerweile öfters bei mir im Zimmer, um den Hund zu bespaßen.

Dr. Virginia Bastian, HR Group Director von Nestlé, über Bürohunde – und drei weitere Interviews zum Thema – mit Fotos von den Fellnasen!

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Zur Person

Dr. Virginia Bastian_portrait Nestlé Deutschland AGDr. Virginia Bastian, Nestlé Human Resources Group Manager, ist seit 12 Jahren im Konzern und war zuvor in der Beratung. Wir sind Nestlé, das größte Lebensmittel- und Getränkeunternehmen. Wir sind 308.000 Personen (m/w/divers), die von dem Ziel angetrieben werden, die Lebensqualität zu verbessern und zu einer gesünderen Zukunft beizutragen. Unsere Werte fußen auf Respekt: Respekt vor uns selbst, Respekt vor anderen, Respekt vor der Vielfalt und Respekt vor unserer Zukunft. Mit über 413 Fabriken in mehr als 85 Ländern verfügen wir über eine hohe Präsenz auf dem Lebensmittelmarkt. Wir glauben, dass unsere Mitarbeiter (m/w/divers) unser wichtigstes Kapital sind, und deshalb bieten wir Ihnen ein dynamisches, integratives internationales Arbeitsumfeld mit vielen Möglichkeiten über verschiedene Unternehmen, Funktionen und Regionen hinweg und arbeiten in diversen Teams mit vielfältigen Kulturen zusammen. Möchten Sie mehr erfahren? Besuchen Sie uns auf www.nestle.de.

 

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Interview mit Melina von Dawans von HRpepper Management Consultants GmbH & Co. KGaA

Name des Unternehmens: HRpepper Management Consultants GmbH & Co. KGaA

Anzahl der Mitarbeiter: 42

Anzahl der Bürohunde: aktuell zwei, zeitweise waren es bis zu vier

Bürohund erlaubt seit Anfang 2016

EMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

VON DAWANS: Es gab den Wunsch von zwei Kolleginnen, den Hund zur Arbeit mitnehmen zu dürfen. Nach einer internen Befragung aller MitarbeiterInnen, war schnell klar, dass „tierische Kollegen“ sehr willkommen sind. Das überzeugte letztendlich auch Matthias Meifert, den Geschäftsführer von HRpepper, der anfangs von dieser Idee nicht begeistert war. Die Unterstützer argumentierten, dass Hunde eine schöne Abwechslung im stressigen Büro- / Berateralltag wären und es gut täte, mal zwischendurch einen Hund zu kraulen. Um die „Zusammenarbeit“ mit den Fellnasen zu regeln, wurde eine Dog-Policy erstellt. Dort ist u. a. festgehalten, dass die Hunde stubenrein sein müssen, den Arbeitsalltag nicht belasten dürfen und dass auf Personen mit Allergien oder Angst vor Hunden besondere Rücksicht genommen werden muss.

In der Vergangenheit hatten wir bis zu vier Bürohunde. Allerdings stimmen wir Hundebesitzer uns untereinander ab, sodass maximal zwei Hunde am Tag parallel im Büro sind. Aktuell haben wir nur einen Bürohund Tinka. Meine Hündin Luna ist leider im letzten Jahr von mir gegangen und unsere andere Bürohündin Pippa ist aktuell mit Frauchen in Elternzeit. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja bald wieder Zuwachs.

EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

VON DAWANS: Das ist bei jedem ganz unterschiedlich, viele freuen sich, durch eine Streicheleinheit oder kurzes Spielen auf andere Gedanken zu kommen. Für die Herrchen und Frauchen ist es toll, noch mehr Zeit mit Ihren Vierbeinern verbringen zu können und sich nicht mehr um aufwendige und teure Betreuungen kümmern zu müssen. Kollegen, die zuvor kaum Berührungspunkte mit Haustieren hatten oder gar schlechte Erfahrungen mit Ihnen gemacht haben, haben die Möglichkeit diese „aufzuarbeiten“. Und auch unsere Kunden und Dienstleister freuen sich sehr, wenn Sie von einem Hund freundlich begrüßt werden. Die Hunde sind super für unsere Unternehmenskultur und bereichern definitiv unseren Büroalltag.

EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

VON DAWANS: Wir hatten bisher keine wirklichen Probleme, natürlich mussten sich Frauchen, Herrchen und Bürohund erstmal an die neue Situation im Büro gewöhnen. Und es musste ein Weg gefunden werden, wie die Betreuung des Hundes und das Gassi gehen in den Arbeitsalltag, der häufig von Meetings geprägt ist, integriert werden kann. Aber da alle Kollegen die Bürohunde als willkommene Gäste sehen, hilft man sich da mehr als nur gern aus.

Zur Person

HRpepperMelina von Dawans mit Kollegen und Bürohund gestaltet als Transformationsberatung seit 2012 Organisationen zukunftsfähig – und das mit einem neugierigen Blick, frischem Denken und innovativen Methoden. Zu den Kunden zählen sowohl DAX-Unternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen. Die Beratung hat ihren Sitz in Berlin und ein weiteres Büro in Münster.

Melina arbeitet seit 2015 bei HRpepper. Sie ist Assistentin der Geschäftsführung und Marketingreferentin. Bei der Bearbeitung der vielen unterschiedlichen Themen und Projekte schafft sie es, alle Fäden zusammenzuhalten und nie den Überblick zu verlieren.

Privat ist sie ein großer Tierfreund und setzte sich auch bereits ehrenamtlich für den Tierschutz ein. Zuhause lebt sie mit ihren zwei Katern Milou und Peppino zusammen. Ihr im November 2019 verstorbener Bürohund Luna (auf dem Bild rechts zu sehen) war bis vor kurzem ihr täglicher Begleiter bei der Arbeit und im Privatleben.

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Interview mit Simone Graumann, Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung

Name des Unternehmens: Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung

Anzahl der Mitarbeiter: 4 (im Büro)

Anzahl der Bürohunde: 2

Bürohund erlaubt seit 2018 (Seit Balu bei uns ist. Vorher hat unsere Sekretärin ihren Hund nur mitgebracht, wenn Dieter nicht da war. Er hatte immer Angst vor Hunden…..)

Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung Bürohund wedeltEMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

GRAUMANN: Dieter hatte, seitdem ich ihn kenne, immer Angst vor Hunden. Einen Welpen, den ich für meine damals 12 jährige Tochter nach Hause brachte, vor etwa 22 Jahren, musste ich nach drei Monaten dem Züchter zurück bringen, da er und mein Sohn nicht mit ihm klar kamen. Dass das meiner Tochter das Herz gebrochen hat, verstehst du bestimmt.

Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung Bürohund wedeltUmso erstaunter war ich, als mein Mann vor etwa fünf Jahren plötzlich einen Hund wollte. Ich wollte das nicht noch einmal mitmachen.

Vor zwei Jahren hatte er mich dann soweit und wir haben unseren Balu im tiefsten Bayern besucht. Es war Liebe auf dem ersten Blick, und es war natürlich klar, dass er den ganzen Tag mit uns sein soll.

Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung Bürohund wedeltSeitdem ich meine ehrenamtlichen Tätigkeiten beendet habe, arbeite ich wieder bei uns im Büro und Balu ist immer dabei. Und seit Balu im Büro ist, darf Luna, die Hündin unsere Sekretärin auch offiziell mit, sodass wir jetzt zwei Hunde im Büro haben.

EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung Bürohund wedeltGRAUMANN: Es ist schön zu sehen, wie sie uns in unseren jeweiligen Büroräumen besuchen, von einem zum anderen laufen, sich ihre Streicheleinheiten abholen und besonders Balu immer zum Schmusen bereit ist. Vielleicht noch wichtig, dass die Gassipausen, also der „gezwungene“ Aufenthalt an der Luft zwischendurch sicherlich der Arbeit förderlich ist. 😀

EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

Dr. Dieter Graumann Liegenschaftsverwaltung Bürohund wedeltGRAUMANN: Echte Probleme gab es nicht. Nur ist Luna sehr ruhig, während Balu sehr temperamentvoll ist. Mittlerweile hat er es aber verstanden und während Luna es sich oft auf einen Lederstuhl bequem macht, schläft Balu unten zu ihren Füßen.

Ein Problem war nur kürzlich der Einbau des neuen Aufzugs in dem Haus. Sieben Wochen konnten wir nur die Treppen benutzen. Wir sind im fünften Stock und so wurde jedes Gassigehen zu einer Herausforderung.

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Interview mit Edith Stier-Thompson Geschäftsführerin der news aktuell GmbH

Name des Unternehmens: news aktuell GmbH

Anzahl der Mitarbeiter: news aktuell beschäftigt über 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Firmensitz ist in Hamburg. Weitere Standorte sind in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München.

Anzahl der Bürohunde: 4

Bürohunde erlaubt seit: 2017

EMPLOYERREPUTATION: Warum hat das Unternehmen Bürohunde zugelassen?

STIER-THOMPSON: Bürohunde bieten sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber viele Vorteile, denn sie wirken sich positiv auf das Arbeitsumfeld aus und verbessern die persönliche Work-Life Balance. Es ist zum Beispiel wissenschaftlich belegt, dass Hunde bei Menschen das Hormon Oxytocin freisetzen, das die Stresshormone Insulin und Cortisol reduziert. Hinzu kommt, dass das Thema „New Work“ für viele Arbeitnehmer immer wichtiger wird. Mitarbeiter wollen flexibler und selbstbestimmter in einem entspannten Umfeld arbeiten. Da sind unter Employer Branding Gesichtspunkten neben Benefits wie Home-Office und flexiblen Arbeitszeiten die Mitnahme des eigenen Hundes wichtig.

news aktuell bürohund wedelt
EMPLOYERREPUTATION: Wie erfreuen Euch die Bürohunde?

STIER-THOMPSON: Die Bürohunde kommen im ganzen Unternehmen sehr gut an. Man sieht förmlich, wie ein Lächeln über die Gesichter vieler Mitarbeiter kommt, wenn sich einer der Hunde in einer „hundefreien Abteilung“ zeigt. Und das Lächeln entlocken unsere Bürohunde sogar nicht nur unseren Mitarbeitern, sondern auch unseren Social Media-Followern. Denn die news aktuell-Hunde sind nicht nur beliebte Arbeitskollegen, sondern auch kleine Social Media-Stars. Ob auf Twitter, Instagram oder Facebook: Tier-Content ist ein Dauerbrenner, denn er ist authentisch und weckt Emotionen. Und wenn wir interne Social Media-Bilder produzieren, sind die Hunde mittlerweile regelmäßig mit dabei.

news aktuell bürohund wedelt
EMPLOYERREPUTATION: Gab es auch Probleme und wie wurden die Probleme gelöst?

STIER-THOMPSON: Bisher nicht. Das lag aber sicherlich auch daran, dass wir zunächst die Mitnahme von Hunden auf einmal pro Woche eingeführt haben und zudem die jeweiligen Mitarbeiter vorab in ihren Teams gefragt haben, ob jemand etwas dagegen hat. Das erste probeweise „Rantasten“ kam so gut an, dass es dann auch nicht bei einem Tag blieb. Zwischenzeitlich können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Hunde täglich mit ins Büro bringen. Selbstverständlich gab es auch „Hunde-skeptische“ Kollegen. Aber auch sie sehen die vierbeinigen Mitarbeiter inzwischen als Bereicherung. Eine ehemalige Hunde-skeptische Kollegin sagt inzwischen: “Ich glaube, unsere Bürohunde tun hier allen wirklich gut“.

Zur Person

Edith-Stier-Thompson (Geschäftsführerin news aktuell) bürohund wedeltAls hundertprozentige Tochter der dpa verschafft news aktuell Unternehmen und Organisationen einen effektiven Zugang zu Medien und Verbrauchern, so dass diese einfach und erfolgreich ihre Storys erzählen können. Über die digitalen Tools ots und zimpel gelangen PR-Inhalte an alle Medienformate. Zusätzlich veröffentlicht news aktuell alle PR-Inhalte seiner Kunden auf dem reichweitenstarken PR-Portal presseportal.de.

 

Edith Stier-Thompson ist nach Stationen bei Associated Press und dpa-Picture Alliance seit 2014 Geschäftsführerin bei news aktuell GmbH. Edith Stier-Thompson engagiert sich zudem als Gründungs- und erweitertes Vorstandsmitglied im Verein Global Women in PR Deutschland.

 

 

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Vorschaubild DHL Consulting digitales Recruiting

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting

#hrvscoronakrise: Interview mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting

DHL Consulting digitales Recruiting

Heute sprechen wir mit Sabine Müller, CEO von DHL Consulting, über Home Office und digitales Recruiting in Zeiten von Corona.

EMPLOYERREPUTATION: Liebe Sabine, danke, dass Du Dir Zeit für das Gespräch nimmst! Ich komme direkt zur Sache. Welche Maßnahmen hat DHL Consulting wegen der Pandemie ergriffen?

SABINE MÜLLER: Wir folgen den Richtlinien der Regierung und haben alle Veranstaltungen und persönlichen Treffen abgesagt und arbeiten grundsätzlich von zu Hause aus. Unser DHL Consulting Team in Bonn ist in 2 Teams eingeteilt, Team A und Team B. Die Teammitglieder dürfen wochenweise ins Office kommen, wenn es unbedingt notwendig ist, aber nur in der jeweiligen Woche. Kontakte (beruflich wie auch private zwischen Team A und Team B sind nicht erlaubt).

EMPLOYERREPUTATION: Kannst Du uns noch etwas mehr zu Eurer Home-Office-Lösung sagen?

SABINE MÜLLER: Wie bereits oben gesagt haben wir vor ungefähr 2 Jahren eine erweiterte Mobile Office Lösung eingeführt, d.h mobil zu arbeiten ist für uns alle kein Neuland.  Die Teams bleiben über Skype in Kontakt und nutzen digitale Tools, um bei der Projektarbeit zusammenzuarbeiten.

Über unsere Arbeit hinaus wollte ich auch sicherstellen, dass wir unsere Teamkultur und Kameradschaft trotz physischer Trennung beibehalten. Daher veranstalten wir verschiedene Veranstaltungen, darunter virtuelle Kaffeepausen, Mittagessen, Quizabende und Yoga-Kurse, an denen sich die Leute beteiligen können, um sich zu treffen und in Kontakt zu bleiben.

Aber zwischen einzelne Mitarbeiter*innen arbeiten an einzelnen Tagen im Mobile Office und alle Mitarbeiter*innen arbeiten für Wochen im Mobile Office ist schon ein gewaltiger Unterschied. Wir lernen jeden Tag dazu und haben nächste Woche auch eine Best Practice Sharing Session geplant, in der wir uns austauschen, was gut funktioniert, aber auch welche Themen nicht so gut laufen sind.

EMPLOYERREPUTATION: Bestimmt haben viele Mitarbeiter deswegen große Ängste und Sorgen. Wie geht Ihr als Arbeitgeber damit um?

SABINE MÜLLER: Als Arbeitgeber ist unser wichtigstes Anliegen das Wohl unserer Mitarbeiter*innen. Wir möchten, dass alle sicher und gesund sind, und wir verstehen auch, dass viele sich Sorgen um ihre Freunde, Familie und Angehörigen machen. Mit den Schulschließungen wissen wir auch, dass Kollegen*innen, die Eltern sind, jetzt neben ihrer Arbeit zusätzliche Verantwortung tragen.

Zu diesem Zweck ist eine klare, offene und ehrliche Kommunikation ein Muss. Diese Situation ist nicht die Norm, daher ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter*innen wissen, dass wir nicht erwarten, dass alles perfekt ist. Wir finden das gemeinsam heraus, was möglich ist und was nicht.

Die Kommunikation in einer solchen Situation ist aber keine Einbahnstraße. Daher ermutige ich meine Teams, sich an das Management und aneinander zu wenden, wenn sie sprechen oder bei der Lösung eines Problems Hilfe benötigen. Dabei hilft uns enorm, dass wir bereits in den letzten 2 Jahren unser „interne“ DHL Consulting Digitalisierung getrieben haben und uns jetzt mit O365 problemlos weltweit vernetzen und austauschen können.

EMPLOYERREPUTATION: Werden jetzt noch Mitarbeiter gesucht oder habt Ihr das Recruiting eingestellt?

SABINE MÜLLER: Unsere Rekrutierung hat nicht aufgehört, ist aber digital geworden. Ich bin sehr stolz auf unser HR-Team. Sie reagierten schnell auf die neue Situation, sodass wir unsere geplanten Rekrutierungsveranstaltungen nicht absagen mussten. Stattdessen veranstalten wir jetzt virtuelle Rekrutierungstage, an denen Kandidaten unsere Team- und Projektarbeit per Anruf und Videokonferenz kennenlernen, ihre Interviews führen und schnelles Feedback erhalten. Wir haben unseren ersten neuen Mitarbeiter bereits vollständig digital begrüßt und können es kaum erwarten, persönlich Hallo zu sagen, sobald sich die Situation verbessert hat!

EMPLOYERREPUTATION: Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person:

digitales RecruitingIch bin Sabine Mueller, CEO von DHL Consulting. DHL Consulting ist die unabhängige Supply Chain und Strategieberatung der Deutschen Post DHL Group, die weltweit 100 Berater beschäftigt. Ich bin seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Logistikbranche tätig.

Die Logistikbranche ist hochkomplex, dynamisch und innovativ. Im Laufe der Jahre hatte ich verschiedene Positionen in den Bereichen Strategie, Unternehmensorganisation und Beratung inne. Zusammen mit meinem Team berate ich globale Logistikleader und ihre Kunden bei der effektiven Bewältigung von Herausforderungen in Bezug auf Logistik. Als Leader können wir die gravierenden Veränderungen durch Digitalisierung nicht ignorieren, die es erforderlich machen, dass wir unsere Geschäftsabläufe überdenken.

Über meine Passion für Logistik hinaus halte ich die Förderung von Frauen in Führungspositionen für eine grundlegende Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Ich glaube, dass die Förderung der Vielfalt der Perspektiven und Führungsstile auf C-Level zweifellos zu besseren Entscheidungen führen wird. Ich persönlich bin entschlossen, weiblichen Führungskräften zum Erfolg zu verhelfen und mehr Vielfalt in Managementteams zu fördern.

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die drei vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

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Recruiting eingestellt

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods

Recruiting eingestellt

Heute sprechen wir mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods, über Auswirkungen der Pandemie und über seinen Umgang mit der Krise.

Imperfect Foods hat das Ziel, Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren und gleichzeitig mehr Menschen Zugang zu gesundem und bezahlbarem Essen zu ermöglichen. Viele gute Lebensmittel werden nämlich entsorgt, z.B. Endstücke oder krummes Gemüse. Imperfect Foods kauft diese Produkte auf und liefert Boxen mit gesunden Produkten nach Hause. Ich habe Philip um das Interview gebeten, weil er und seine Organisation mit kreativen Ideen und transparenter Kommunikation auf die Krise reagieren. Und weil ich die Aktionen von Imperfect Foods so inspirierend finde, geht es hier heute nicht nur um HR-Themen.

Ausnahmsweise führen wir das Interview zweisprachig. Die Fragen stelle ich auf Deutsch, da Philip Deutsch spricht. Philip antwortet auf Englisch, da wir so die Veröffentlichung beschleunigen konnten.

So, jetzt aber genug der Vorrede. Vielen Dank, lieber Philip, dass Du Dir Zeit für das Gespräch nimmst!

EMPLOYERREPUTATION: Kürzlich habe ich gelesen, wie Euer Einkauf in dieser schweren Zeit Gutes tut. Erzählst Du uns von den „40.000 snack trays“? Worum geht es da? Warum war die Aktion wichtig?

#hrvscoronakrise: Interview mit Philip Behn, CEO von Imperfect Foods: Recruiting eingestellt

PHILIP BEHN: We created Imperfect Foods four years ago as a way to address the massive food waste problem that exists in the USA and other wealthy nations.  In the USA alone, 3 million tons of perfectly good food go uneaten every year.  We buy a portion of this food from farmers and manufacturers and sell it directly to our customers.  With most restaurants, hotels and airlines shutting down due to the COVID-19 pandemic, we are now looking at ways to redirect all that food that is stuck in those supply chains to customers who badly need it.  The 40,000 snacks that we recovered from an airline catering company is just one example of how Imperfect Foods is helping with food waste recovery during this crisis.

EMPLOYERREPUTATION: Ihr habt offen kommuniziert, dass es Schwierigkeiten mit der Auslieferung gibt. Was genau war das Problem? Wie kam es dazu? Wie habt Ihr kommuniziert und wie haben die Kunden darauf reagiert?

PHILIP BEHN: Operating during a pandemic is challenging.  The same changes to our life that affect people in locked-down cities also affect our employees.  Getting to work using public transportation is harder.  Dealing with childcare at home is harder.  And people are understandably afraid of leaving their homes to go do essential jobs like food distribution.  So, we’ve had to deal with staff shortages in our pack centers and also among drivers, which we are now overcoming with additional hiring and heightened health & safety procedures.  Whenever these things happen, it’s very important to be transparent with customers and employees.  We gain nothing from hiding the truth, and both customers and employees have reacted positively to our communications.

EMPLOYERREPUTATION: Wie schützt Ihr Eure Auslieferungsfahrerinnen und -fahrer vor Ansteckung?

PHILIP BEHN: We have rolled out strict social distancing rules for our drivers, both during the loading process of their vans and also when they are out for deliveries.  All drivers wear protective gloves when handling boxes, which they replace frequently.  They do not interact with customers when they drop off boxes and instead send them an SMS when the box has been delivered.  At the beginning and at the end of the route, our vans are sanitized, and our drivers thoroughly wash their hands.  We are deeply thankful for the thousands of drivers, packers, medical staff, cleaning staff and emergency personnel for keeping our communities safe and well during these challenging times.

EMPLOYERREPUTATION: Gibt es bei Euch Mitarbeiter, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden? Wenn ja, wie geht Ihr damit um?

PHILIP BEHN: So far, we have had no confirmed COVID-19 cases among staff or front-line employees.  But we are well prepared for an event like that.  Our first priority is the safety of our employees and our customers.  This means, anyone with symptoms or a confirmed COVID-19 test need to stay home for 14 days, receiving full pay and benefits from us.  We keep detailed track of the shift and production line everyone has been assigned to, and in case of confirmed COVID-19 exposure, we are able to stop, sanitize and restart the affected part of our operation.  Employees will be able to return to work once the conditions for operating are safe again.

EMPLOYERREPUTATION: Welche Maßnahmen habt Ihr noch ergriffen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen?

PHILIP BEHN: Our business cannot function without the dedicated service of our frontline associates, including all packers, drivers and production managers.  We work tirelessly to provide a safe working environment for these employees who cannot afford to do their work from home.  This includes implementing temperature and symptoms checks at the beginning and end of each shift, enforcing a 3-meter person-to-person separation rule, providing gloves and facemasks, mandating frequent hand washing and hand sanitization and restricting the use of common spaces like cafeterias and breakrooms to small groups.

EMPLOYERREPUTATION: Bestimmt haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter große Ängste und Sorgen. Sie fürchten nicht nur die Ansteckung, sie haben auch Angst um den Job. Wie geht Ihr als Arbeitgeber damit um?

PHILIP BEHN:  COVID-19 is taking a large emotional, social and physical toll on the population.  We are all experiencing fear, uncertainty and concern.  Most of our routines have been radically disrupted, and it’s natural to require some time to adapt to the new normal.  My job as CEO is to listen to our associates, acknowledge their feelings and offer comfort in the value of our work.  Food delivery companies like Imperfect Foods have found a new calling serving customers in need.  Making money or growing the business take a backseat to meeting the basic needs for food and safety in these challenging times.

EMPLOYERREPUTATION: Werden jetzt noch Mitarbeiter gesucht oder habt Ihr das Recruiting eingestellt?

PHILIP BEHN:  We are hiring more than 400 employees across our six pack centers and 25 markets in the USA.  Demand for online food delivery in the USA has increased dramatically, and we are working tirelessly to ramp up capacity to meet it.

EMPLOYERREPUTATION: Auch bei Euch sind Mitarbeiter als Eltern von der Schließung von Schulen, Kindergärten und Kitas betroffen. Wie geht Ihr damit um?

PHILIP BEHN:  Families have had to adapt to children being out of school and parents having to work from home.  This is challenging and, unfortunately, will be the new reality for many months.  100% of our non-operational staff is working from home, and we are accommodating flexible work schedules as well as encouraging various breaks during the day.  For now, the best defense against the virus is to support your immune system with sleep, exercise, and good nutrition.

Zur Person

Philip Behn, CEO Imperfect FoodsCEO of Imperfect Foods, where we are turning retailing on its head: building a beloved grocery brand, eliminating food waste and creating great jobs. Retail leader with 19 years of experience in food, eCommerce and consumer goods. Since moving to California in 2010, sponsor and promoter of Hispanic and Latino talent. Previously at Walmart, McKinsey, Gap and Coca-Cola. Husband, dad, skier, world citizen and lifelong learner.

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier sind die zwei Vorhergehenden Posts zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise:

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

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vorschau Two pink flamingos. Corona-Hilfen für HR

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

Corona-Hilfen für HR – zwei Projekte, die ich persönlich empfehle

Corona-Hilfen für HR

Mit Hilfsbereitschaft und unternehmerischer Kreativität reagieren viele Branchenkollegen auf die aktuelle Krise. Heute möchte ich zwei Projekte vorstellen, die ich persönlich empfehle.

Ehemalige Kollegen von Monster (Jobportal) haben eine kostenlose Vermittlungsplattform für systemrelevante Berufe entwickelt. Die Plattform ist deswegen besonders, weil ein Chatbot, meist auf dem Smartphone, die Eintragung der Kandidaten in die Datenbank übernimmt. Das erleichtert den Zugang für alle, auch für den gestressten Nachbarschaftshelfer und den LKW-Fahrer.

LogOn, BetterHeads  und TalentiMotion sind die Unternehmen hinter digitalhilft.de .

Die Plattform ist für Kandidaten und Unternehmen/Organisationen kostenlos.

Sie wollen ehrenamtlich oder in einem bezahlten Job helfen? – Melden Sie sich einfach an!

Sie suchen Helfer? – Melden Sie sich an, veröffentlichen Sie Ihre Hilfeanforderungen und kontaktieren Sie Helfer in Ihrer Nähe!

Sie finden die Idee gut? – Helfen Sie mit! Empfehlen Sie digitalhilft.de weiter!

Eva Zils organisiert regelmäßig den HR-Hackathon in Berlin. Personaler und Developer treffen sich, entwickeln gemeinsam HR-Innovationen, netzwerken und haben Spaß. Dieses Jahr verhindert Corona Offline-Treffen. Daraufhin hat Eva das Event kurzerhand ins Netz verlegt. Sie sucht jetzt Developer und HR-Kollegen, die an Fragen arbeiten, die die Pandemie für HR aufwirft. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.

Sind Sie ein Developer oder Personaler, der ein Wochenende im Home Office für eine gute Sache investieren will? – Dann melden Sie sich hier an (Seite auf Englisch).

Sie finden die Idee gut? – Helfen Sie mit! Empfehlen Sie den HR-Hackathon weiter!

Der HR-Hackathon ist international und findet in englischer Sprache statt. Wer trotzdem Informationen auf Deutsch sucht, findet sie hier.

Es gibt noch viel mehr phantastische Hilfsangebote von und für HR-Kollegen. Wer alle kostenlosen Stellenanzeigen und HR-Angebote nachlesen möchte, findet gute Sammlungen bei Eva Zils  und Wolfgang Brickwedde.

 

Bleiben Sie zu Hause! Bleiben Sie allein! Bleiben Sie gesund!

 

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Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

Hier ist mein erster Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise: #HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

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#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben! Recruiting Sourcing Corona Vorschaubild

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben!

#HRvsCoronaKrise: Jetzt nicht abwerben! Recruiting Sourcing Corona Vorschaubild

Heute wende ich mich an meine Kollegen. An kleine Personalberater und namhafte Executive-Search-Konzerne, an digitale Sourcing-Firmen, Tech-Recruiter und an alle internen Sourcer und Talent-Acquisition-Manager in der Industrie. Ich habe nur eine Botschaft:

Jetzt nicht abwerben!

Ja, ich gebe zu, es ist verführerisch. (Beginnende) Rezessionen sind immer ein guter Moment, um die Kandidaten-Datenbank zu füllen. Bei mir steigt gerade die Zahl der Bewerbungen deutlich[1]. Das zeigt, dass viele Angst um ihren Job haben. Verunsicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gesprächsbereit. In solchen Zeiten lassen sich gut Beziehungen zu Kandidatinnen und Kandidaten aufbauen, um nach der Krise offene Stellen schneller zu besetzen. In jeder normale Rezession sollten Recruiter, Sourcer uns Headhunter möglichst viele spannende Kandidaten kontaktieren, um sich für das Wachstum nach der Rezession aufzustellen. Dazu habe ich im September gebloggt. Nur jetzt nicht!

Es gibt gerade keine Organisation, die nicht am Limit ist. Die einen sind am Limit, weil die Arbeitslast überwältigend ist, ob im Supermarkt oder in der Klinik. Die anderen sind am Limit, weil die Mitarbeiter in Kurzarbeit oder Zwangsurlaub sind und mit einer Notbesetzung der Betrieb aufrechterhalten wird, um möglichst viele Arbeitsplätze für die Zeit nach der Pandemie zu retten. Manche haben keine Übung damit, Mitarbeiter flächendeckend im Home Office zu lassen. Und wenn Kolleginnen und Kollegen an Corona erkranken, dann ist es für alle anderen doppelt schwer, in dieser Zeit durchzuhalten. Auch kleine Störungen können kritisch werden. Verantwortungsbewusste Sourcer und Headhunter machen es diesen Unternehmen nicht noch schwerer.

Ich bin überzeugt, niemand kommt jetzt auf die Idee, Menschen aus systemrelevanten Berufen zu sourcen. Ob nun Lungenfacharzt in der Klinik oder Engineering-Chefin eines Internet-Knotens – hier herrscht sicher Einigkeit und Einsicht bei meinen Berufskollegen. Diese Berufsgruppen sind tabu. Doch auch den Werksleiter eines Automobilzulieferers, der mit Kurzarbeit, Krankenstand und einer Rumpf-Besetzung im Home Office kämpft, um verbleibenden Kundenprojekte und Arbeitsplätze zu retten sollten wir jetzt nicht stören. Auch nicht den CTO eines Chemieunternehmens, welches versucht, Werke auf die Herstellung von Desinfektionsmitteln umzustellen. Oder den Call-Center-Leiter eines Logistikers, der vielleicht Lebensmittel an Quarantäne-Haushalte liefert. Liebe Kollegen, jetzt nicht!

Die Frage ist, was tun wir stattdessen? Meiner Meinung nach gibt es da drei Alternativen.

  1. Sourcing-Kollegen, die in Industrie-Unternehmen tätig sind, können eventuell, andere dringende Aufgaben unterstützen. Insbesondere können Sourcer überzeugend und zielgruppengerecht über digitale Kanäle kommunizieren. Und Kommunikation zu Hygienemaßnahmen, Kurzarbeit, Effizienz im Home Office, Kommunikation gegen die Angst und für Zusammenhalt braucht jetzt jede Organisation.
  2. Personalberater und Sourcer, die jetzt aktuell offene Stellen besetzen, sollten alternative Wege gehen, um Wunschkandidaten zu erreichen. Dabei denke ich vor allem an das Schmuddelkind „Stellenanzeige“ und an professionelle Recruiting-Kampagnen. Denn natürlich verlieren jetzt schon Menschen ihre Jobs. Oder sie wollen in den Beruf zurückkehren, weil der Partner den Job verloren hat. Oder sie fühlen sich als (Früh-)Rentner in der Verantwortung und wollen zumindest in der Krise etwas beitragen. Vor der Pandemie waren Stellenanzeigen ein sehr unzuverlässiges Instrument, doch es ist jetzt leider absehbar, dass immer mehr Menschen ihre Arbeit verlieren werden. Diese Menschen lassen sich mit Stellenanzeigen erreichen, und wer diese Menschen einstellt, reißt keine Lücke an anderer Stelle. Wir, die Ferber Personalberatung, haben Recruiting-Kampagnen noch nicht verlernt. Wer einen pro-bono-Rat sucht oder mit uns eine Kampagne umsetzen möchte, kann uns hier erreichen: 0173-2771017, info@ferber-personalberatung.de
  3. Allen anderen Sourcern und Recruitern empfehle ich, die Krise als Gelegenheit zur Professionalisierung zu nutzen. Die Candidate Experience optimieren, endlich Google-for-Jobs verstehen, das Employer Branding und das Personal Branding überprüfen,… Hervorragend hat das mein Blogger-Kollege Henner Knabenreich in seinem Beitrag „Das Recruiting in Zeiten des Coronavirus“  beschrieben. Insbesondere die Vorschläge ab der Überschrift „Wie Sie das Recruiting in Zeiten des Coronavirus (und darüber hinaus) virtuell gestalten“ sind hier relevant, also bitte bis dahin scrollen oder lesen.

Lasst uns zusammenhalten, um Pandemie und Rezession zu überstehen.
Bleibt bitte zu Hause, bleibt allein, und bleibt gesund!

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Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Bloggerparade #HRvsCoronaKrise.

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[1] Die neusten Zahlen von Wolfgang Brickwedde, ICR, https://competitiverecruiting.de/ sind da nicht so eindeutig. Öffentlich habe ich die Daten bisher nur im Blog von Christoph Athanas, meta HR, https://www.metahr.de/ gefunden: „Bewerberzahlen: Ein gemischtes Bild. Etwa die Hälfte der befragten Recruiter meldet sinkende oder stark sinkende Bewerberzahlen. Die andere Hälfte gibt an entweder keine Veränderung in den Bewerberzahlen festzustellen, bzw. in wenigen Fällen sogar mehr Bewerbungen zu erhalten.“ in „So reagiert Recruiting auf die Coronakrise. Aktuelle Zahlen einer Blitzumfrage“ https://blog.metahr.de/2020/03/23/so-reagiert-recruiting-auf-die-coronakrise-aktuelle-zahlen-einer-blitzumfrage/ , Abgerufen am 24.03.2020